Freiraum

Durch meine Kunst entsteht für mich der Übergang von Beruf zur  Berufung. In einer kreativen Flucht aus dem Alltag verarbeite und entspanne ich. Ich mag es, in diesem Freiraum ohne Vorgaben zu arbeiten, um mich komplett losgelöst zu entfalten. Dies ist mein Anspruch an Kunst.

SCHÖPFUNG

Der künstlerische Entstehungs- und Schaffensprozess einer Installation erstreckt sich von der Skizze bis zur Fertigstellung im zwei- bis dreistelligen Stundenbereich . Das Foto rechts zeigt den Krieger "Tauro" mit 3,60m Lebensgröße, in dem mehr als 120 Arbeitsstunden stecken. Mehr noch als die Zeit, zählt jedoch die Aussage jedes einzelnen Werkes, denn ich möchte nicht nur die Augen, sondern auch die Fantasie des Betrachters anregen. Jede einzelne Arbeit hat eine ganz besondere persönliche Bedeutung für mich.


aktuelle projekte

agent orange

 

 

Dieses Skulptur widme ich den Opfern des  Vietnamkrieges von etwa 1955 bis 1975. Das hochgiftige Entlaubungsmittel Agent Orange wurde von den USA eingesetzt, um den dichten Dschungel aus der Luft überschaubarer zu machen.

 

 

 

Ein paar Fakten zum Entstehungsprozess:

  • Der 2,2 Meter hohe Stamm des entstehenden Baumes wird von einem Totenschädel als Giftsymbol geziert. Ich versuchte, ihn so zu integrieren, dass er einem ins Auge springt und man sich wirklich die Zeit für einen Rundumblick nimmt.
  • Einer Träne aus Nussbaumholz zeigt einen Schriftzug mit der Zahl der im Vietnamkrieg gefallenen Menschen. Dies ist nur ein Bruchteil des Wahnsinns, da viele Menschen und Neugeborene unter den Folgeschäden dieser perversen Art der modernen Kriegsführung zu kämpfen hatten.
  • Der Rest des Stammes wird mit 3 mm Schweißstäben aus Stahl- und Edelstahl verziert, um den Rindenefekt des Baumes darzustellen. Da ich Ihn in Segmente unterteilt habe, wird jeder einzelnen Stab einmal angehalten, durchtrennt, etwas verformt und erneut eingeheftet. Wenn Sonnenlicht durchstrahlt, wirft er einen abstrakten Schatten.
  • Wenn Agent Orange eine Äste erhält, soll er vergiftet wirken. Mit dem Gesichtszug versuche ich zu unterstreichen, wie sich eine solche Entlaubungskur  für einen Baum wohl anfühlt. Die Äste sind für den bequemen Transport zerlegbar angefertigt.

sitting bull


Als junger Mensch sah ich mich oft von den nativen Völkern inspiriert, sie zogen mich in Ihren Bann. Ich las Bücher über legendäre Häuptlinge und fand auch Gefallen an deren Lebensweise. Mit Wehmut begreift man irgendwann, dass die zivilisierte Gesellschafft anders orientiert ist. Mein Vermächtnis an diesen Arschtritt wird Sitting Bull. Hingabe und Ideologie zu hundert Prozent bei den Natives, Hokahe.

 

 

 

Beim Skizzieren kamen mir die Worte meines Mannheimer Freundes in den Sinn, die ich auch nach Jahrzehnten nicht vergessen habe:

"Es sehnt mich danach endlich wieder zu fliegen. Hoch über den Wolken, damit der Wind gegen meine Schwingen streicht und ich empor schwebe, zum Tanze mit den Göttern".

 

Ein paar Fakten zum Entstehungsprozess:

  • Bequeme stolze Sitzhaltung, Hände auf den Knien
  • Armreif mit Kupferrauten auf Edelstahl
  • Bulls Kette besteht aus 1,6 mm Edelstahlschweißstab auf Kupferblech 1mm
  • Bisher wurden ca. 1500 Federringe mit einem  Durchmesser von 19 mm. Jede einzelne wird mit einer Zange angehalten und in vier Richtungen geheftet. Die sitzende Figur wird etwas über 2 Meter hoch werden. Ein 70 cm hoher Baumstumpf wird als Hocker dienen. Um Mobilität zu erlangen, wird die Figur so konstruiert, dass sie mit dem Stumpf verschraubt ist.
  • Ein Gestell, welches im Nachhinein nicht mehr sichtbar sein wird, ermöglicht später die Demontage Figur-Klotz und stabilisiert den sitzenden Bullen. Danach wird ein Lendenschurz und der Körper selbst, diesen Teil der Konstruktion verdecken